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Im Deutschlandfunk beklagten sich vorgestern Literaturblogger, dass sie von den Verlagen nicht gleichwertig mit den etablierten Feuilletons behandelt werden und sprachen von Rezensionsqualität und Enthusiasmus, vergassen aber den massgeblichen Faktor für die Relevanz von Rezensionen aus der Sicht von Verlagen, und das sind generierte Verkäufe. Rezensionsexemplare sind Teil des Werbebudgets. In den Anfängen unseres Verlages habe ich mit Freuden alle rezensierenwollenden Blogs beliefert gehabt, nicht zuletzt weil ich Blogs ja mag, aber ich habe es dann irgendwann nicht mehr gemacht, weil die Erfahrung gezeigt hatte, dass eine Blogrezension immer nur ein verschenktes Freiexemplar ist. Es gab bei keiner einzigen Blogrezension einen messbaren Ausschlag bei den Verkaufszahlen. Die Titel, von denen ich bis dahin konstant 5 Stück pro Monat verkauft habe, habe ich auch in den Wochen nach einer Rezension 5 Stück im Monat verkauft usw., und bei manchen Titeln hatte ich auch nach den tollsten Rezensionen einen Verkaufsandrang von Null. Monatelang Null. Ganz anders Print: Eine blosse Erwähnung in der Süddeutschen Zeitung oder der FAZ oder der ZEIT brachte aus dem Stand 50 bis 200 Verkäufe, eine richtige Rezension entsprechend mehr.

Wenn ich dann doch hier und da Blogger beschickte, dann immer nur, um die eigene Eitelkeit, oder die des Autoren des Buches zu streicheln: weil halt eine wirkungslose Rezension immernoch schöner ist, als gar keine Rezension.

Ich schreibe das auch deswegen nochmal ausdrücklich, weil ich immer wieder erlebte, dass den Literaturbloggern, die eigene Reichweite bzw. Nichtweite gar nicht bewusst ist, Da schrieben einige in der Korrespondenz um Rezensionen drum herum, dass sie sich freuten, der Absatzsteigerung geholfen zu haben usw. Wo man doch nur die Kosten für das Freiexemplar hatte und eben nix verkaufte

Man munkelt, dass es in Grossbritannien anders sei. Vielleicht ja auch irgendwann hier bei uns, wäre doch schön, und es wäre für viele Blogs auch sehr zu wünschen.

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Im März und April 2018 erscheinen bei mir in zwei Versionen:
Fridtjof Nansen : Unter Robben und Eisbären: Meine ersten Erlebnisse im Eismeer. Herausgegeben von Tobias Wimbauer. Reprint der Ausgabe von 1926, 384 Seiten, Broschur, ISBN 9783746006529, 25 EUR, März 2018
Fridtjof Nansen : Unter Robben und Eisbären: Meine ersten Erlebnisse im Eismeer. Herausgegeben und mit einem Vorwort versehen von Tobias Wimbauer. Neu gesetzte Leseausgabe, ca. 250 Seiten, Broschur, ca. 20 EUR (Nimmertal 75 / Siebenter Band der Schriftenreihe des Antiquariates Wimbauer Buchversand), April 2018
„Dieser Bericht über »meine ersten Erlebnisse im Eismeer« ist zum großen Teil eine Wiedergabe des Tagebuchs, das der damals – 1882 – noch sehr junge Verfasser geführt hat. Er schildert den Eindruck den die Welt dort oben im Norden und das neue Leben im Eis unter Robben und Eisbären auf das jugendlich empfängliche Gemüt machte. Die Schilderungen die Beobachtungen und Schlüsse des eifrigen, aber noch unerfahrenen Naturforschers werden vervollständigt durch die Ergebnisse und Erfahrungen, die der Verfasser im Laufe seines Lebens durch viele Untersuchungen in denselben Gegenden gewonnen hat. Auf diese Weise wird der Leser hoffentlich nicht nur ein reicheres Bild der Natur und des Lebens im Norden empfangen, auch das Verständnis für die dort herrschenden Verhältnisse wird in besserem Einklang stehen mit dem Wissen der Gegenwart. Diese erste Reise war die Folge eines glücklichen Zufalls; sie sollte für die spätere Lebensarbeit des Verfassers entscheidend werden.“
Nansen_Coverreprint

Zum ersten Mal sahen wir heute zwei Zeisige auf unserer Terrasse:

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Da war seit Montag das Telephon von der Telekom wieder hergestellt und die im Sturm Burglind gekappte Leitung geflickt, da hat uns der Orkan Friederike heute wieder das Telephon zerschmettert. Vorerst gilt also wieder: nix geht via Telephon.

Rund ums Haus kamen einige Bäumer runter und das war ein beeindruckendes Spektakel, das Umfallen riesig langer Fichten mit eigenen Augen zu sehen und wie der eine Baum keine 10 Meter neben unserem Haus niederging, schoss da allerhand körpereigenes Gedroge durchs Hirn. Einen konnte ich filmen:

 

Beim Sonntagsspaziergang durch das sturmgebeutelten Nimmertal sahen wir heute am Bach einen Eisvogel. Leider war er viel zu schnell für ein Photo – oder ich zu langsam ….

Telephon tot

Die Orkanböen des Sturmes Burglind haben einige Bäume bei uns im Nimmertal umgestürzt, dabei riss auch die Telephonleitung entzwei (auf den Photos: die Leitung kommt von rechts und ist dann unter den liegenden Bäumen begraben). Der gestern angereiste Telekomtechniker musste unverrichteter Dinge wieder fahren, weil ihm niemand von der Zentrale gesagt hatte, was Sache war … Auf Nachfrage konnte die Telekom noch nicht einmal eine grobe Schätzung abgeben, wann der Schaden behoben sein wird.

Alle  Anrufe, die auf unserem Anrufbeantworter landen, sind also bis auf weiteres zwecklos, da wir sie nicht abhören können!

Wir sind aber jederzeit über wimbauer @ web. de [ohne Leerzezeichen] zu erreichen.

Anrufen ist vollkommen zwecklos.

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Jünger-Portraits #57

Die polnische Zeitschrift Literatura na Świecie brachte 1986 als Heft 9 (182) ein Ernst Jünger-Heft mit dieser Portraitzeichnung als Titel. Das Heft enthält eine ganze Reihe von Jünger-Übersetzungen, was für 1986 jenseits des Eisernen Vorhangs erstaunlich ist: Auszüge aus Das Abenteuerliche Herz (Mühleisen 1077), Adnoten zu Auf den Marmorklippen (Mühleisen 1078) Auf den Marmorklippen (Mühleisen 1079), Ein Bruderschaftstrinken mit dem Tod (Mühleisen 1080), Auszüge aus Gärten und Strassen (Mühleisen 1081), Gespräch (Mühleisen 1082), Auszug Heliopolis (Mühleisen 1083), Über den Schmerz (Mühleisen 1084)

ej

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