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Irritation

Zuletzt gelesen Carofiglios „Reise in die Nacht“, wiederum spannend und trotzdem gut geschrieben, ist doch mit gutem Grund so ziemlich der einzige ausländische Krimiautor, dessen Werk ich verfolge. Störend hier nur die vielen Setz- oder Übersetzungsfehler. Mit Namen hat’s die Übersetzerin nicht so. Wir haben eine „Patty Smith“, einen „Charles Bukowsky“, einen „Rod Steward“ und sogar der Hauptverdächtige Abdou wird einmal zum „Abodu“.

Beim Lesen überlegte ich, warum ich bei Sachbüchern etwas nachsichtiger mit so etwas bin als bei Romanen. Und dann fiel es mir ein: weil mir der Roman, um wirklich zu wirken (sic), alles Erzählte so darstellen muss, wie ich es für wahrscheinlich halte. Und jeder Schreibfehler ist eben ein Fingerzeig auf das Konstrukt. Das katapultiert dann mein Hirn von der bildlichen Vorstellung der Geschichte hin zu dem Bild eines fehlbaren und unachtsamen Menschen vor einer Computertastatur. So. Das wollte ich mal gesagt haben.

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Da ich eben danach gefragt wurde, was “Block gebrochen” bedeutet in den Zustandsbeschreibungen, oder „Block angebrochen“.

Zunächst: der Buchblock sind die bedruckten, miteinander durch Klebung oder Heftung verbundenen Seiten des Buches ohne den Einband.

Ist der Block gebrochen, haben wir zwei Teile des Buchblocks:

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Das wäre „gebrochen, aber nicht lose“, da beide Blockteile noch mit dem Einband verbunden sind.

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Ist der Riss nicht durchgehend und der Block noch miteinander verbunden, spricht man üblicherweise von „Block angebrochen“:

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Dieses Otto-Dix-mässige Bild von Wilhelm Julius Frick (1884-1964) firmiert tatsächlich als „Portrait Ernst Jünger, 1941“ und wird derzeit auf eBay angeboten (hier klicken). Na dann🙂

Screenshot von mir vom 2. Januar 2016:

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Jünger-Porträts #54

Auf eBay wird zur Zeit ein Ölgemälde angeboten, das angeblich den jungen Jünger (um 1926) zeigt, es ist von einem George Rodekin aus dem Jahre 1995. Hier die Auktion, hier mein Screenshot:

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r.i.p. Omma Alfred
11.November 2003 – 8.Oktober 2015

AlfredAufDemRotenTeppich

Diese Jünger-Karikatur eines ungenannten Künstlers erschien 1999 in der Zeitschrift „wir selbst“

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Jünger-Porträts #52

Von Hans Jürgen Kallmann gibt es mehrere Portraits von Jünger, die ich hier, wenn ich das recht überblicke, alle noch nicht gezeigt habe. Hier die STudie III von 1986, abphotographiert aus „Humane Zukunft“ (o.O. o.J.):

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