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Archive for 21. April 2009

Ich stolperte heute zufällig über einen Namen im Netz, der längst Verdrängtes aus den 1990ern wieder ins Gedächtnis brachte.

Ich lernte X 1998 bei einem „literarischen Abendessen“ kennen, als ich mitten in der Arbeit an meinem Buch „Personenregister der Tagebücher Ernst Jüngers“ war (zuerst 1999 bei Rombach [Reihe Wissenschaften litterae Bd. 66], dann 2003 in 2., überarb. Aufl. bei Edition Antaios. Zur Zeit vergriffen).

Er/sie plane eine Arbeit über Jünger, ob ich ihm/ihr nicht das Typoskript meines Registers für ein paar Tage leihen könne (das war ein dicker Aktenordner, über 5.000 Namen mit Minibiographien  sind drin).

Obgleich er/sie mir recht sympathisch war, und er/sie mir auch seine/ihre Dissertation mit Widmung überreichte, wollte ich ihm/ihr das Register vor der Drucklegung nicht überlassen. (Bei andern habe ich es gemacht und es gab keine Probleme. Ein Hoch auf die Instinkte!)

Kurz darauf bekam ich einen Brief in die Finger, in dem jener/jene X sich für das Ernst Jünger-Stipendium des Landes Baden Württemberg bewarb, wenn ich mich recht entsinne für den Feinschliff an seinem/ihrem Register zu den Tagebüchern Ernst Jüngers, dessen Typoskript bereits einen ganzen Aktenordner umfasse mit geschätzt 5.000 verregisterten Personen usw.usw.

Er/sie bekam das Stipendium nicht. Und verliess Freiburg bald. Wir hörten nicht mehr voneinander.

Nein, ich sage weder den Namen, noch das Thema seiner/ihrer Diss, noch den Ort, in dem er/sie heute wohnt. Nachfragen zwecklos.

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