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Archive for 18. April 2009

Neben Auflagen und Varianten sammle ich auch Mischformen in meiner Jüngersammlung. Eine solche kam in diesen Tagen ins Haus.

Ernst Jüngers “Das abenteuerliche Herz” in der 3. Auflage (Hamburg 1940: Hanseatische Verlagsanstalt) der zweiten Fassung (Mühleisen 0029).

Unter dem Schutzumschlag sieht die 3. Auflage üblicherweise so aus: Kein Verfassername auf Deckel, keine Längsstriche, kursives Mittelwort; blaues Leinen:

AH2 3 Aufl normal

AH2 3 Aufl normal

Es gibt vom Abenteuerlichen Herzen eine Lizenzausgabe der “Deutschen Hausbücherei” (ebenfalls HaVa Hamburg), das war gewissermassen ein konservativer Bertelsmann Lesering der 30er/40er Jahre [cf. Lokatis]. Die Hausbüchereiausgabe (Mühleisen 0030) sieht so aus: Verfassername auf Deckel, Längsstriche, kein kursives Mittelwort; braunes Leinen. Innen: Prägestempel der Dt. Hausbücherei auf Innentitel, keine Auflagenzählung im Impressum:

AH 2 Hausbücherei

AH 2 Hausbücherei

Nun kam ins Haus: 3. Auflage 1940 wie gehabt, der Block der Normalausgabe der HaVa / 3. Auflage, Auflagenzählung im Impressum, kein Eindruck der Hausbücherei, kein Prägestempel der Hausbücherei usw., innen also ganz normal die 3. Auflage. Aber aussen: Deckel- und Rückenprägung identisch mit der Hausbüchereiausgabe. Aber kurioserweise farblich weder/noch: grünes Leinen!

AH2

AH2

Diese grüne Mischform habe ich in nunmehr mehr als anderthalb Jahrzehnten Jüngersammeln noch nie gesehen. Ich erinnere mich noch an eine 3. Auflage in blauem Leinen (wie erstes Photo) mit Eindruck Dt. Hausbücherei, das trage ich ggf. hier nach.

Zum Abschluss: die Dt. Hausbücherei hat Jüngerausgabe mit wechselnden Einbänden und wechselnden Kennzeichnungen (Blindprägestempel auf Innentitel, Eindruck in Impressum, beides, eins von beidem usw.) herausgegeben. Ich werde demnächst hier die Variantenvielzahl vorstellen.

Am Rande, als  PS notiert:

Ob meiner farbsortierenden Freude über diese Ausgabe zieh mich Eric W. Steinhauer des Philatelismus’ (hier). Damit hat er recht (hinsichtlich “Fehlfarben”), gleichwohl ich die humoristische Ebene nicht als Vorwurf empfinde. Ebenso wie dem Philatelisten sind mir alle Varianten bedeutungsvoll und sammelwürdig, die verlagsseitig vorkommen und nicht erst durch spätere Einflüsse (Licht beispielsweise) eingetreten sind.

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