Ich muss eines vorausschicken: ich bin ein Tatort-Süchtling. Ich sehe jeden Tatort (nur zwei habe ich in den letzten Jahren ausgelassen, den einen wegen des Themas, das meiner Stimmungslage in ungünstiger Wechselwirkung zu entsprechen schien, den andern des Kommissars wegen) und ich sehe auch viele Wiederholungen in den Dritten Programmen. Es gibt fabelhafte Tatorte mit filigranen Dialogen, es gibt sehr viele, leider, mit ganz stoffelig gestoppelten Szenen, aber diese wie jene sind ein Sonntagsabendmuss, gehören dazu.
Ich will damit nur illustrieren, dass ich im folgenden über eine Sendung schreibe, die zu meinem festen Wochenlauf gehört, und dass ich hier nicht Vorschläge zu einer Sendung mache, die mich nur peripher interessierte.
Meist twittere ich zu den Tatorten, kommentiere beispielsweise gezeigte Bücherwände (Bibliotheken, die was hermachen sollen, sind meistens mit 50er-Jahre-Bertelsmann-Lesering Halblederausgaben bestückt, oder mit den Kunstlederbänden von Reader’s Digest), erfreue mich literarischer Zitate oder kommentiere einfach nur mit meist heiterem Gemüt Ad-Hoc-Kalauer.
Als vor einigen Monaten Carlo Menzinger (alias Michael Fitz) im Münchner Tatort ausschied, twitterte ich den Vorschlag, dass Michael Jäger dort die Rolle des Assistenten übernehmen sollte. Natürlich war mir klar, dass Michael Jäger nicht die rechte Besetzung als subordinierter Adlatus der Altvorderen ist oder zum dienstbeflissen eilfertigen Deppen vom Dienst taugte, aber es wäre ein Anfang. Deswegen schrieb ich gleich dazu, dass er einen Fuss in die Tür stellen solle als Carlo-Zwo und dann das Revier sozusagen von innen aufrollen könne. Die Herren Batic und Leitmayr sind inzwischen ja auch über 50 und könnten durchaus bald mit einem hübschen Posten im Innenministerium belohnt oder als Landtagsabgeordnete der Landespartei weggelobt werden….
Als nun der hessische Tatort durch das Ausscheiden von Andrea Sawatzki und Jörg Schüttauf verwirrte Diskussionen um den Nachfolger zeitigte (mal sollt es es Ulrich Tukur sein, dann wieder nicht), eröffnete sich plötzlich eine realistische Chance auf einen Tatort-Kommissar Michael Jäger.
Das Magazin STERN rief zu Vorschlägen auf und über Twitter und diverse Blogs bekam die Bewerbung Michael Jägers zum Tatort-Kommissar eine gewisse Eigendynamik und so nehme ich mit Vergnügen meinen Vorschlag von vor einigen Monaten wieder auf und unterstütze mit grossem Nachdruck den Vorschlag, Michael Jäger zum neuen Kommissar des hessischen Tatort zu machen!
Dies ist sein Bewerbungsvideo:
Lieber würde ich Michael Jäger zum Tatort Hagen vorschlagen, um dann gelegentlich als Komparse bei Szenen mit Gegenüberstellungen mitzumachen. Aber ein Tatort Hagen ist nicht in Sicht und ein Tatort Tiefendorf auch nicht. Also Hessen!
Schreibt dem Stern eine Mail tatort@stern.de und schlagt Michael Jäger als Tatort-Kommissar vor.
Weitere Infos gibt es in der Facebook-Gruppe und auf der Homepage von Michael Jäger. Folgen sollte man ihm auch bei Twitter. Hier ein lesenswertes Interview vom Nicole Rensmann mit Michael Jäger.
Langer Rede, kurzer Sinn: ich will einige Sonntage im Jahr Tatorte mit Michael Jäger sehen. Gönnt mir das
und unterstützt ihn also!

Michael Jäger, Photo Mathias Vietmeier http://www.vietmeierfoto.de/ Mit frdl. Genehmigung des Dargestellten
[...] Der Herr Wimbauer schreibt immmer mal wieder für die F.A.Z. und hat mit Worten, wie nur er es kann, seine [...]
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