Feeds:
Artikel
Kommentare

Bedingt durch einen missglückten Verlagswechsel waren meine Jünger-Bücher für einige Jahre nicht mehr im Handel. Heute Nacht lief die letzte Frist aus. Und nun gehts weiter, alle Rechte sind wieder bei mir:

Die Reihe »Das Luminar« ist inzwischen eingestellt, das Jünger-Register und der „Anarch im Widerspruch“ mit der Studie zur sogenannten Burgunderszene werden nun wieder als Einzelband aufgelegt.

Die zwischenzeitlich gesammelten Ergänzungen und Korrekturen werden in das Jünger-Register eingearbeitet. Für Hinweise bin ich weiterhin stets dankbar (wimbauer{at}web.de

Tobias Wimbauer: Personenregister der Tagebücher Ernst Jüngers.
Hagen-Berchum 2010: Eisenhut Verlag, 3., aktualisierte Auflage, ca. 250 Seiten, Broschur
ISBN 978-3-942090-02-5

„This work of Tobias Wimbauer is obviously of tremendous importance.“
(Thomas Rohkrämer, German History)

„… eines der seit langem nützlichsten Bücher zu Jünger…“
(Uwe Pralle, Frankfurter Rundschau)

„… in kühnem Alleingang die unendlich mühsame Aufgabe bravourös bewältigt…“
(Albert von Schirnding, Süddeutsche Zeitung)

Tobias Wimbauer: Anarch im Widerspruch. Neue Beiträge zu Werk und Leben der Brüder Ernst und Friedrich Georg Jünger
Hagen-Berchum 2010: Eisenhut Verlag, 2., veränderte Auflage, ca. 300 Seiten, Broschur
ISBN 978-3-942090-03-2

„(…) Der junge Philologe Tobias Wimbauer (…) gilt als der Detektiv des Lebens Ernst Jüngers. Seinen Forschungen ist es nun zu verdanken, daß eine vollständig neue Interpration dieser sogenannten „Burgunderszene“ möglich wird. Sie könnte Anhänger wie Feinde Jüngers verwirren. (…)“
(Martin Thoemmes, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

„In seinem Aufsatz über die berühmte „Burgunderszene“ aus den Pariser Tagebüchern, legt Wimbauer indessen überzeugend dar, dass Jünger gerade im Tagebuch literarische Fiktion unter dem Deckmantel diaristischer Authentizität verbergen konnte“
(Alexander Rubel, Études Germaniques)

„Wie im Rausch nimmt man dies alles zur Kenntnis, man möchte in jedem einzelnen Punkt zustimmen“
(Jörg Sader, literaturkritik.de)

„„An diesem Tag gab es gar keinen Luftangriff auf Paris“
(Harald Schmidt, Harald Schmidt-Show)

Inhalt: Tobias Wimbauer: Vorwort. – Friedrich Georg Jünger: Besatzung 1945. – Tobias Wimbauer: Kelche sind Körper. Der Hintergrund der „Erdbeeren in Burgunder“-Szene. – Christophe Fricker:  Gesotten oder gesonnen?  Unkulinarische Beobachtungen zu Hummer und Schmerz bei David Foster Wallace und Ernst Jünger.- Peter Bahn: „Doch blieb er im Kern Theologe“. Begegnungen Friedrich Georg Jüngers mit Friedrich Hielscher.- Wojciech Kunicki: Das Geschichtsbild Ernst Jüngers. – Helmut Lethen: Jüngers Desaster im Kaukasus. – Wilhelm Marquardt: Als Gefechtsläufer bei Ernst Jünger im Sommer 1918. – Wilhelm Marquardt: Wie ich zu Ernst Jünger kam (1934). – Wilhelm Marquardt: Mit Ernst Jünger am Wäldchen 125 (1934). – Ernst Jünger: Briefe an Wilhelm Marquardt und seine Familie. – Martin Thoemmes: Sokratische Existenz. Biographische Notizen zu Leonhard Fischer. – Leonhard Fischer: Vom Verlust der Autorität. – Thomas Rohkrämer: Nihilismus und Wille zur Macht. Zum Verhältnis von Sinnkrise und Schaffensfreude beim frühen Ernst Jünger. – Tobias Wimbauer: Ernst Jüngers Prosastück Ortners Erzählung. – Piet Tommissen: Ernst Jüngers Friedensschrift. Versuch einer Rekonstruktion ihrer Geschichte und ihres Schicksals. – Ernst Jünger: Eidesstattliche Erklärung, 22. Sept. 1947. – Ernst Jünger: Ansprache, 26. August 1984.

Nachricht von der Druckerei: die ersten beiden Bücher unseres Verlags sind lieferbar: Helms/Kempowski/Wimbauer und Meyrink/Rensmann. In wenigen Tagen in allen Buchhandlungen und Onlineshops erhältlich. Vorbestellbar bei uns.

Ich habe in den letzten Wochen ein Twitterexperiment gestartet. Ob es möglich ist, mit aggressivem Followverhalten innerhalb weniger Wochen auf zweitausend Follower zu kommen. Und das mit unterirdischen Scherzen, kulinarischen Widerlichkeiten, kurz: mit brachial gesetzten Entfollowgründen.

Auf meinem Mist gewachsen ist die Idee nicht, diverse Twitterer haben es vorexerziert. An einen hängte ich mich an. @Herr_James hatte ich selbst nach wenigen Tagen entfolgt, aber ich hängte mich wieder an ihn dran, indem ich zwei der von „Herr_James“ benannten Personen kurzerhand selbst zum Leben erweckte: seine Geliebte @Frau_Helene und seinen Lektor und Verleger @bechinger.

Diese entwickelten ein Eigenleben. Helene kochte vor allem verdorbene Speisen, vor allem in immer neuen Variationen das Rehragout von einem von James vor einigen Jahren überfahrenen Reh,  Kartoffelklöße waren wieder wie neu, wenn sie den grünen Flaum abkratzte, und mixte die absurdesten Longdrinks (Weizenbier mit Worcestersauce ist noch das harmloseste). Irgendwie hatte sie James ermordet, aber das stellte sich als Finte von ihm heraus, er lebte seitdem als @HerrKarlMueller im Verborgenen.

Bechinger machte sich nun nach James’ Verschwinden an Helene heran, tapfer ihre Küche ertragend, um die Manuskripte von James zu finden. Als er sie schliesslich im Keller findet, fällt die Tür zu und er ist für einige Tage gefangen im Keller, immerhin mit einer Tiefkühltruhe voll gefrorenem Rehragout und Fischstäbchen aus den 1970er oder 1980er Jahren (gemäss aufgedrucktem Einsendeschlusstermin der Preisausschreiben). Und es hatte den Anschein, als habe Helene ihn eingesperrt. Jedenfalls kam er wieder raus und es ging weiter wie vorher.

Irgendwie hatte sich das dann totgelaufen und ich verabredete mit Müller per DirectMessage (Alle Fragen danach, wer hinter Müller stecke, sind zwecklos, ich hab zwar ein/zwei Verdachte, aber ich weiss es nicht) einen finalen Showdown. Den haben wir nun heute gemacht. Helene war in der dunklen Wohnung und wähnte Bechinger auf Reisen, Bechinger sah die dunkle Wohnung und dachte, sie sei leer, und so hörten sie ein Geräusch, schlossen auf Einbrecher und schossen sich wechselseitig über den Haufen.

Müller, der seit geraumer Zeit schon im Hotel gegenüber logierte und das Helensche Treiben beobachtete, war nun in Wallung geraten und stürmt in die Wohnung, findet die beiden Toten, grämt sich sehr — bis er den Teller Rehragout auf dem Esstisch sieht. Er vergisst die Trauer, verzehrt das Ragout, lobt die Pilze. Und da die Pilze nicht die richtigen waren, verstirbt er an Ort und Stelle.

Langer Rede kurzer Sinn:

Erstaunlich bei dem Experiment war, dass man mit aggressivem Followen innert weniger Tage tausend Follower sammeln kann. Und nicht nur die Rudolf Bogners und Twittercoaches. Es waren unter den Followern ganz wunderbare Twitterer und  liebe Menschen, mit denen ich auf den offiziellen Accounts ( @wimbauer) auch zu tun habe.

Auf jeden Fall hatte ich viel Freude an diesem Experiment, aber es war jetzt an einem Punkt angelangt, wo sich alles nur noch wiederholt hätte.

In diesem Sinne: Rest in Peace Helenchen und Bechiboy. Und unbekannterweise auch Friede den Müllerschen Knochen.

Screenshot eingeloggt Frau Helene

Screenshot eingeloggt Frau Helene

Screenshot eingeloggt Bechinger

Screenshot eingeloggt Bechinger

Am 9. November 1999 klingelte morgens um 10 Uhr der Kurier an meiner kleinen Wohnung hinten hinterm Feierling in der Gerberau in Freiburg und brachte mir 20 druckfrische Exemplare meines ersten Buchs.

Ich war stolz wie Oskar. Und glaubte, dass sich nun alles änderte. Mein Leben, die Welt, und überhaupt. War nicht ganz so. Aber was ist seitdem alles geschehen. Ich nehme dieses zehnjährige Jubiläum der greifbaren Autorschaft zum Anlass einer Grundstimmung Ausdruck zu geben: Dankbarkeit.

TW und sein erstes Buch, wie ihn die Westfalenpost 2003 sah :-)

TW und sein erstes Buch, wie ihn die Westfalenpost 2003 sah :-)

Mit der Post kamen soeben die ersten (Probe-) Exemplare der ersten beiden Bücher unseres Verlags. Jetzt prüfen wir Papier, Satz und was sonst so zu prüfen ist. Und wenn alles stimmt, wird in 2-3 Wochen ausgeliefert.

Die ersten Bücher sind da

Die ersten Bücher sind da

Friedrich Helms : Tagebuch. Wilhelmshorst 1945.
Mit einem Vorwort von Walter Kempowski.
Herausgegeben von Tobias Wimbauer.
Hagen-Berchum 2009: Eisenhut Verlag, 204 Seiten, Broschur, € 21,90
ISBN: 978-3-942090-00-1
Vorbestellungen an verlag@eisenhutverlag.de
Gustav Meyrink:  Der Kardinal Napellus Erzählung. Mit einem Nachwort von Nicole Rensmann. Hagen-Berchum 2009: Eisenhut Verlag, 52 Seiten,  Broschur, € 6,90 ISBN 978-3-942090-01-8
Vorbestellungen an verlag@eisenhutverlag.de
Die ersten Bücher sind da 2

Die ersten Bücher sind da 2

Bioklamotten

Hier gibts jetzt ein paar Bioklamotten mit Wimbauermotiven, Verlagslogo und ausgewählte Tweets (zum Beispiel „Hunger! Frühstück!“) http://wimbauer.spreadshirt.de/

tshirt

tshirt

Körperreim

Holiode äusserte sich vorhin auf Twitter, dass er ein Sonett nicht schreiben könne, weil ihm kein Reim auf „Körper“ eingefallen sei.

Ich hab’ dann mal das Gedichtlein „Als Herb Alpert dem Herrn Bundesminister Peer Steinbrück ein Ständchen blies“ verfasst:

Als Herb Alpert dem Herrn Bundesminister Peer Steinbrück ein Ständchen blies

Mit den Klängen der Trompete lud er ein zum Tanzen:
Herb Alpert spielt heut auf beim Minister der Finanzen.
Auf grüner Rasenfläche bewegen sich die Körper,
Er durchpustet seine Bleche und ruft „Ich bin Herb, Peer!“

;-)

Nachstehenden Rundbrief habe ich gestern verschickt:

[An die Freunde] Fam.Wimbauer jetzt mit Verlag

Liebe Freunde und Bekannte,
Leser und Verwandte,

das Gerücht machte schon die Runde, jetzt wollen wir es auch offiziell vermelden:

Wir haben einen Verlag gegründet. Den „Eisenhut Verlag“.

Eisenhutverlag, Logo von Michaela von Aichberger

Eisenhutverlag, Logo von Michaela von Aichberger

Silvia Stolz-Wimbauer ist die Inhaberin, Tobias Wimbauer ist zuständig für alles andere.

Unsere Homepage ist www.eisenhutverlag.de (und läuft vorerst als Blog)

Es gibt auch schon eine Facebook-Seite, auf der wir über Aktuelles auf dem Laufenden halten werden:
Facebook

Die ersten Bücher sollen im Winter erscheinen. Wir sind dran.

In der Startaufstellung sind: Michaela von Aichberger (aka @frauenfuss), Friedrich Helms, Walter Kempowski, Gustav Meyrink, Nicole Rensmann, Tobias Wimbauer.

Über die einzelnen Projekte werde ich beizeiten berichten.

Beste Grüsse rundum,
Ihr / Euer
tw

Ein erster offentlicher Kommentar kommt von Andreas Schneider auf Das Wortreich:

Literarische Evolution: Der Eisenhut Verlag – Wort. Buch. Nacht.

Der Ultraschall wirft ein Echo zurück aus dem Bauch der Literatur. Erste Lebenszeichen. Der voraussichtliche Geburtstermin: Winter 2009. Die „Gebärmutter“: Silvia Stolz-Wimbauer, assistiert von dem Antiquar, Permatwitterer und Kochkünstler Tobias Wimbauer. Die Hebamme: Michaela von Aichberger. Vielleicht sollte man für sie den Begriff „Geburtsdesignerin“ erfinden.
Die Zeichen sind gesetzt: Schöne Typografie, äußerst sauber spationiert. Die Eisenhut-Pflanze (Hahnenfüße lassen grüßen, die Lateiner sprechen von Aconitum) geschwungen skizziert. Interessant übrigens: Für Insekten sei es wohl nicht so einfach, sich des Nektars der Eisenhutpflanze zu bemächtigen. Eine Hummelart mit langem Rüssel ist dazu in der Lage und so kommt es, dass die Verbreitung beider Spezies stark miteinander verknüpft ist. Mal schauen, ob es sich mit den Büchern und den potentiellen Lesern des Eisenhut-Verlages ähnlich verhalten wird. Mir gefällt die Assoziation.
Und wer sich so viel Mühe gibt, noch unveröffentlichten  Büchern, ungeborenen Worten, Sätzen und Geschichten die passende Kleidung auszuwählen, sollte erziehungsberechtigt ernst genommen werden. Tun wir.
Wir sind gespannt, freuen uns und verbleiben vorerst mit einem: Wort. Buch. Nacht. Bleiben Sie neugierig. (12.10.2009)

@wimbauer kocht

Weil ich häufiger nach meinen Rezepten gefragt werde, habe ich nun einen Kochblog aktiviert, auf dem ich dann und wann derlei schreibe.

http://wimbauerkocht.wordpress.com/

Dollase is(s)t morgen in der FAZ bei Tim Raue in Berlin. Unser Dollase-Textur-und-Akkord-Zähler schlägt achtfach an:

  1. „[...]  In Sachen Texturen, der Arbeit mit Textur- und Temperaturkontrasten, einer texturell definierten Räumlichkeit, zeitlicher Verläufe der Wahrnehmungen oder des Spiels mit Wechselakkorden und Zirkeldegustationen hat sich die Kochkunst in den vergangenen Jahren enorm weiterentwickelt.[...]„
  2. ,,
  3. ,,
  4. ,,
  5. „[...] Bei der Textur zum Beispiel ist der Mensch – von wenigen Ausnahmen abgesehen – ein Ausbund an Offenheit und Toleranz. [...]„
  6. „[...]  mit der zarten Pulpo-Textur [...]„
  7. „[...]  die wunderbare Textur von Bambuspilzen [...]„
  8. „[...]  mit überraschenden Frucht-Curry-Akkorden [...]„

Text: F.A.Z., 10.10.2009, Nr. 235 / Seite 36

Ältere Artikel »