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Bukowski is back

Im März 2009 bloggte ich:

Zu freiburger Zeiten hatte ich ein Gedicht von Charles Bukowski an die Türe geheftet, das hatte ich mit meiner Reiseschreibmaschine abgetippt. Das schien mir passender zu sein als eine Kopie oder ein Scan. Das Gedicht handelte vom trinkbaren Freund. Mit den Monaten bekam das Blatt Knicke vom Dranvorbeilaufen, Ranschrammen, Ranstolpern, und  Risse und irgendwann war das Blatt weg.

Auf Bukowski kam ich dann später wieder, in Hagen. Ich las seine Erinnerungen/Romane, die Tagebücher, die Briefe [die Briefe! wer Buk nie mochte: die Briefe sind toll! --> perfekter Einstieg]. Und dann wollte ich dieses eine Gedicht wieder lesen, wiederfinde, das mir in den letzten Freiburger Monaten so viel gesagt hatte.

Ich habe hier im Regal eigentlich alles gängige von Buk. Auch ein paar seltenere deutsche Ausgaben. Leider nix signiertes (kommt noch). Aber ich müsste eigentlich ziemlich komplett sein. Gelesen habe ich nicht alles, quergelesen aber schon. Wäre das Gedicht dabei gewesen, hätte ich es gewiss entdeckt.

Vielleicht war es auch dabei und ich habe es nicht mehr erkannt. Vielleicht nicht, weil es ein anderes Gedicht geworden ist, sondern weil ich die Magie nicht wiederfand. Bei dem ein und andern dachte ich: das ists. Aber ich fand dann die zwei, drei Verse nicht darin, die ich im Kopf hatte. Nicht mehr wörtlich, nurmehr als Melodie, wenn überhaupt, als Gefühl, als Stimmung, als eine Mischung von Licht und irgendwas Nichtgreifbarem.

Von 2001 kam vor ein paar Tagen der neue Taschenbuchband „439 Gedichte“. Ich hatte zu spät gemerkt, dass ich die Texte eigentlich schon alle habe, schliesslich gab’s ja auch mal den ähnlich bezifferten Leinenband von auch 2001 (?). Egal, jetzt liegt er hier auf meinem Schreibtisch und immer wieder zwischendurch greife ich danach und schlage ihn irgendwo auf.

Die Verse von meiner freiburger Türe finde ich wohl nicht mehr wieder. Zu fremd ist mir diese Zeit geworden, zu weit weg, die Magie der Verse und bestimmter Momente ist als Gefühl nicht mehr greifbar. Im Rückblick verfärbt sich all das wie ein Polaroid, das zu lang an einer Pinnwand hing.

—- update 27.iii.09

Ich holte den Leinenband der „439 Gedichte“ aus dem Regal und sah, dass er gänzlich identisch ist mit der eben erworbenen Taschenbuchausgabe. Egal.

Meine Leinenausgabe erwarb ich gebraucht bei eBay. Vorn ist eine Widmung an den Vorbesitzer drin: „In der Hoffnung, dass du mir noch an vielen Abenden hieraus vorlesen wirst! von Birgit am 22.2.2003″. Ich bekam das Buch im März 2006. Hat also nicht so lang’ gehalten, das mit dem Vorbesitzer und dieser Birgit. Sie hätten sich vielleicht erstmal anderes vorlesen sollen.

 

Heut, plötzlich, fand ich das Blatt wieder, es lag unterm Bett in einer Bildermappe. Das hier war es:

 

Jünger-Portraits #39

Von Werner Höll ist vor allem das Jünger-Portrait in Wehrmachtsuniform bekannt, eben entdeckte ich noch dieses hier:

Werner Höll: Ernst Jünger

Werner Höll: Ernst Jünger

es erschien in der Schwäbischen Zeitung vom 22. Juli 1950, ich habe es abpohotographiert aus: „Ulm und Oberschwaben. Zeitschrift für Geschichte, Kunst und Kultur“ (Band 57 / 2011, hg.v. Andreas Schmauder u.Michael Wettengel, o.O. : Süddeutsche Verlagsgesellschaft, 2011, 543 S., kart. ISBN 978-3-7995-8046-5, Robert Schwarzbauer „,Auch scheint mir das Klima zur Arbeit zu behagen [...]‘., Ernst Jünger in Ravensburg (1948-1980) S. 396)

Hundert Dinge

Ich möchte auf ein neues Blog verweisen, das eine erste Ahnung von einem neuen Projekt von Mirko Kussin und mir gibt. Wir schreiben zur Zeit zusammen an einem Buch, das Hundert Dinge heissen wird und voraussichtlich im März 2012 erscheint. Wir haben beide enorm viel Freude dabei, und ich bin mir absolut sicher, dass Euch das Buch gefallen wird.

http://hundertdinge.wordpress.com/

Der Hashtag für das Projekt ist #100d

Wir planen für 2012 auch einige Lesungen mit dem Buch. Wer uns hören will: verlag@eisenhutverlag.de

Tobias Wimbauer

Tobias Wimbauer

Am 12. Oktober erschien:

Tobias Wimbauer (Hg.) : Ernst Jünger in Paris
Ernst Jünger, Sophie Ravoux, die Burgunderszene und eine Hinrichtung

Mit Beiträgen von Felix Johannes Enzian, Henning Ritter, Alexander Rubel, Jörg Sader und Tobias Wimbauer
Hagen-Berchum: Eisenhut-Verlag, Oktober 2011, 136 Seiten, 12,90 EUR, ISBN 978-3-942090-13-1
(= Bibliotope. Band 6, Herausgegeben von Tobias Wimbauer)

Jetzt bestellen (auf Wunsch vom Herausgeber signiert)

»Doch will ich Ihnen ein offenes Geständnis machen: ich kann ihn [den Boten] nicht wieder sehen. Warum? Der Grund ist lächerlich: Er hat mich mit lebhafter Eifersucht erfüllt. Und das ist doch wirklich nicht angemessen – ich muss Ihre Gegenwart entbehren und soll dann noch eifersüchtig sein. Nein, schreiben Sie mir auch keine Briefe mehr, senden Sie mir keine Notizbücher – die rote Farbe brennt mich beim Anblicke. Doch wirken Sie für mich als mein guter Geist.«

Ernst Jünger an Sophie Ravoux, 10. Januar 1946

Inhalt:

Tobias Wimbauer: Kelche sind Körper
Henning Ritter: Kristallisation
Tobias Wimbauer: Abermals Burgunderszene
Felix Johannes Enzian: Der Tiger maskiert das Lämmchen
Felix Johannes Enzian: Vom unwilligen Beobachter zum distanzierten Betrachter
Alexander Rubel: Verminte Brücken über die Seine
Jörg Sader: Nachwort

Jünger in Paris
Jünger in Paris
Jünger in Paris
Jünger in Paris

Ich habe jüngst erst im Zuge einer „Reprivatisierung“ meine Facebook-Freundeliste von 2000 auf 670 Kontakte verkleinert, und werde noch auf unter 500 runtergehen. Ich wäre daher für eine kurze Mail zum warum/wieso bei Freundschaftsanfrage dankbar (Woher wir uns in echt kennen z.B.).

Der nichtprivate, öffentliche Austausch findet über Twitter, Google+ und auf den Facebook-Fanpages „Eisenhut Verlag“ und „Wimbauer Buchversand“ statt.

Dafür kann man auf Facebook neuerdings jetzt meine Einträge „abonnieren“, ohne mit mit befreundet zu sein. Wer also eine Auswahl mitlesen, kann das über die neue Abofunktion machen.

Ich bitte um Verständnis, dass ich übergangsweise mein Addverhalten auf Facebook restriktiv handhabe.

Der ein und andere wird es gemerkt haben, ich habe in den letzten Wochen meine „Socialmedia-Strategie“ in einem wichtigen Punkt geändert.

Auf Google-Plus adde ich jeden, komme aber noch nicht so ganz klar mit dem Kommunikatorischen dort. Irgendwie leuchtet mir das Ganze noch nicht ein. Kommt vielleicht noch. Bislang sinds dort also eher Statements von mir, und Antworten auf Anfragen.

Aber vorerst wird das – neben Twitter – der öffentliche, jedermann zugängliche Teil meiner Socialmediaaktivitäten sein.

Wichtigste Neuerung der letzten Zeit: ich habe deutlich mehr als 1000 Facebookkontakte entfreundet. Im Zuge dieser Reprivatisierung des Accounts habe ich zunächst reine Firmenprofile gelöscht, sodann „Freundesammler“, mit denen keinen Interaktionen stattgefunden haben, an die ich mich erinnere und dann noch einige, von denen ich nicht wusste, wer das ist oder war und auch der Blick auf die Pinnwand oder die gemeinsamen Freunde wenig Gemeinsamkeiten nur offenbarte. Und ein paar, von denen ich wusste, wer es ist :-)

Bei dem ein oder andern bin ich gewiss im Eifer des Gefechts zu schnell gewesen mit dem Löschen, das tut mir leid. Man findet sich gewiss wieder.

Jedenfalls ist es mir angenehm, die Diskussionen privater handhaben zu können. Ich will mich auf FB wohlfühlen und das tuts jetzt mehr als vorher. Eigentlich will ich noch auf 500 Kontakte runter, mal sehen.

Vorerst adde ich auf Facebook nicht mehr wahlos wie bisher jeden, der anfragt. Danke bis hierhin.

— PS

Warum ich überhaupt soviele Leute geadded hatte?  Ich habe einfach jeden bestätigt, der anfragte, weil ich dachte, dass jeder, der sich für meine Arbeit und mich interessiert, auch mitlesen dürfen könne. Dass die meisten aber gar nicht mitlesen, sondern nur ganz viele Facebook-Kontakte vorweisen können wollen hat den Schnitt leicht gemacht, denn im Grunde hat sich auf meiner Pinnwand in den Diskussionen nicht sehr viel verändert.

Zweite Reiswoche

Im Juni hatte ich bereits eine „Sonderwoche“ gemacht, die damals als „Reis-Obst-Woche“ firmierte. Da war die „Regel“: Mittags eine Portion Reis (220 Gramm) mit einem gebratenen oder gedünsteten Gemüse, Abends nur Obst, ansonsten ungesüsster Tee, viel Wasser, ggf. Saft, kein Alkohol, sonst nix.

Dem Körper tat das sehr gut, ich war so fit wie nie und 7 Tage brachten effektiv 2 abgenommene Kilo auf der Waage. Von Haus aus kein grosser Freund des Obstes, war mir das Obstessen der schwierigste Part.  Also habe ich bei den beibehaltenen Reistagen in den Wochen danach dann das Obst durch zunächst Knäckebrot mit Hüttenkäse und dann durch Knäckebrot mit Tofuaufschnitt ersetzt gehabt. Als ich das mal spasseshalber durchrechnete, sah ich, dass die Knäckebrotmahlzeit mehr Kalorien hatte als das Reismittagessen, also gibt es hier eine „Modifikation“.

Ein Fehler der ersten Reisobstwoche war, dass ich mit dem Sport pausierte und erst an den letzten zwei Tagen wieder Joggen war. Ich hatte gedacht, dass der Kreislauf das nicht mitmachen würde. Das war aber ein Trugschluss und ich habe mich eigentlich um einen effektiven Begleiter gebracht.

Nun werde ich ab heute, Montag 08.08.2011, bis Freitag dieser Woche (inklusive) eine zweite Reiswoche machen mit folgendem Plan:

Kleinere Reisportion (150 Gramm) mit 1 Gemüse (in 12 g Olivenöl angebraten) mittags, das gleiche Abends nochmal, Mittwoch Ausnahme mit Knäckebrot mit deftigem Aufschnitt (vegetarisch wie immer). Abends kein Wein, und insgesamt keine Milchprodukte.

Di/Mi und Fr/Sa jeweils Joggen wie immer (Doppelstandardrunde = 13-15 Km). Der Plan ist wieder 2 Kilo, mal gucken, ob das klappt. (Wenn ja, habe ich mein Jahresziel [14 Kg] schon erreicht, aber ich habe ja beschlossen, nochmal 10 Kilo draufzulegen – oder bessergesagt: abzulegen).

Nachfolgend füge ich jeden Tag die Essensphotos ein und erläutere kurz.

Montag, 1. Reistag, 1. Mahlzeit: Reis mit Champignons, alles 100%bio wie immer:

Reis mit Champignons 1

Reis mit Champignons 1

Montag, 1. Reistag, 2.und letzte Mahlzeit: scharfer Reis mit Champignons und Tomaten, alles 100%bio wie immer:

Reis mit Champignons 2

Reis mit Champignons 2

Dienstag, 2. Reistag, 1. Mahlzeit: griechisch scharfgewürzter Reis mit Aubergine und Möhrchen, alles 100%bio wie immer:

Reis mit Aubergine und Möhrchen

Reis mit Aubergine und Möhrchen

Dienstag, 2.Reistag, 2.und letzte Mahlzeit des Tages: Auberginen-Möhren-Curryreis, alles 100%bio wie immer:

Auberginen-Möhren-Curryreis

Auberginen-Möhren-Curryreis

Mittwoch, 3.Reistag, 1.Mahlzeit: Brokkoli in Petersilien-Knoblauch-Reis, alles 100%bio wie immer:

Brokkoli in Petersilien-Knoblauch-

Brokkoli in Petersilien-Knoblauch-Reis

Mittwoch, 3.Reistag, 2. und letzte Mahlzeit gänzlich reislos zur Halbzeit: Knäckebrot mit Tofuaufschnitt und Tomate, auch alles 100%bio wie immer

[kein Photo]

Donnerstag, 4.Reistag, 1.Mahlzeit: Reis mit frischen Tomaten, alles 100%bio wie immer:

Reis mit frischen Tomaten

Reis mit frischen Tomaten

Donnerstag, 4.Reistag, 2.und letzte Mahlzeit: zweierlei Reis mit Bohnen: mit Kräutern/Knoblauch und mexikanisch scharf, alles 100%bio wie immer:

zweierlei Reis mit Bohnen: mit Kräutern/Knoblauch und mexikanisch scharf

zweierlei Reis mit Bohnen: mit Kräutern/Knoblauch und mexikanisch scharf

Freitag, 5.Reistag, 1. Mahlzeit: asiatisch gewürzter Reis mit Lauchzwiebeln, alles 100%bio wie immer:

Reis mit Lauchzwiebeln

Reis mit Lauchzwiebeln

Freitag, 5.Reistag, 2.und letzte Mahlzeit: abermals asiatisch gewürzter Reis mit Lauchzwiebeln und Möhrchen und Sojasosse, alles 100%bio wie immer:

Reis mit Lauchzwiebeln und Möhrchen und Sojasosse,

Reis mit Lauchzwiebeln und Möhrchen und Sojasosse

…………… und jetzt kann ich keinen Reis mehr sehen für mindestens zwei Wochen :-)

Verpackung

Ich hatte bisher die Rechnungen in einer sogenannten Lieferscheintasche auf der Sendung angebracht. Das hatte den Vorteil, dass die Rechnungsadresse nur einmal gedruckt oder geschrieben werden musste und auf einen Blick zu sehen ist, wo die Rechnung sich befindet:

Das ist zwar praktisch, aber es ist ökologisch unsinnig und ausserdem – so haben sich wiederholte Kundenbeschwerten geäussert – werden Umschläge gern wiederverwendet und das viele Plastik ist da hinderlich.

Im übrigen hat die dicke RECHNUNG-Aufschrift nicht unbedingt dazu geführt, dass die Rechnung auch gefunden wurde …

Nun habe ich auf einen Labeldrucker umgerüstet, und nun gibts ein kleines Versandetikett auf dem Luftpolsterumschlag und mehr nicht:

Mal schauen, wie sich das so anlässt ….

[Dank an Jan Eckhoff - Wortpflege.de - für seine Hilfe und überhaupt!]

Ein paar Tage dabei und schon bin ich gesperrt. Warum weiss ich nicht. Mein Name stimmt. Wahrscheinlich wollte man nur mal meinen Ausweis sehen (den sollte ich nämlich zum Entsperren als JPG hochladen).

gesperrt

gesperrt

Nachtrag 23.40 Uhr. Inzwischen kam eine Mail von googleplus in dieser Angelegenheit. Holperiger geht das kaum zu Formulieren. Leute, so wird das nix. Dilettantenverein:

Hallo Tobias Wimbauer
Vielen Dank für Ihre Kontaktaufnahme mit Bezug auf die Bezeichnung, die
Sie mit Ihrem Google-Profil verwenden. Nach einer erneuten Überprüfung
haben wir festgestellt, dass Ihr Name in unserer Community Standards
zuständig ist. Vielen Dank für Ihre Geduld, während wir Ihr Profil Name
überprüft.

Mit freundlichen Grüßen,
Neil
Die Google Profile Support Team

Update 8. Juli: Inzwischen ist mein Google+-Profil nicht nur gesperrt, sondern ganz gelöscht.

Update 8. Juli: Twitterreaktion des Pressesprechers von GoogleDeutschland, Stefan Keuchel:

@wimbauer in der Tat: Merkwürdig. Ich versuche mehr darüber in Erfahrung zu bringen“

Update 10.Juli: ich bin nicht mehr gelöscht, aber immer noch gesperrt. Kann also lesen, aber weder posten noch kommentieren.

Update 10. Juli:  ich wieder daaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa! Entsperrt und nicht mehr gelöscht! Genau so kommentarlos wie die Löschung. Aber egal.

Wer mich adden will: voilà:  WIMBAUER

Auf Twitter (bzw. via Yfrog) und auf Facebook hatte ich heute zwei Photos gepostet mit der heiteren Frage, was denn abgebildet sei.

Zu sehen ist auf dem ersten Bild Silvias zugekniffenes Auge und ihre Nase, das ganze um 180° gedreht. Auf dem zweiten Bild ist etwas unscharf mein rechtes, ebenfalls zugekniffenes Auge zu sehen, um 90° gedreht.

Yfrog hat binnen 2 Stunden beide Bilder gelöscht. Facebook hat eins gelöscht. Entweder haben da zuviele auf „anstössig“ geklickt, weil sie Penis, Anus, oder whatever zu sehen glaubten. Oder die jeweilige Software glaubte das von sich aus.

Man sieht halt immer nur das, was sehen will :-) )

— Update: 22:08 Uhr : auf Facebook ist das Bild wieder da :-)

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